Au Pair, Auslandpraktika oder ein Semester ganz woanders Teil 2

Von Auslandspraktika im eigenen Sprachraum rät Dr. Barbara Wiegele, Jobservice Alpen-Adria-Universität Klagenfurt eher ab, da fehle der sprachliche Zuerwerb. Interessante Länder für ein Auslandspraktikum seien die östlichen Nachbarstaaten wie Bulgarien, Rumänien, Russland, aber auch Türkei oder der asiatische Kontinent. „Ich denke, es ist persönlich interessanter in einen Kulturkreis zu gehen, der sich von unseren Gewohnheiten unterscheidet. Unternehmen schätzen natürlich besonders Auslandspraktika in Ländern, die für den eigenen Markt interessant sind: wenn es Niederlassungen gibt bzw. mit dem bestimmten Land reger Handel betrieben wird“, verrät die Karriereexpertin. Berufserfahrung im Ausland wird sehr geschätzt und ist ein Vorteil bei der Bewerbung, das bestätigt Nettel: „Die Arbeitgeber wissen, dass Leute, die im Ausland waren, über Fähigkeiten verfügen, die gerade im Berufsleben wichtig sind: Sie sind gut organisiert, arbeiten selbstständig, schätzen Herausforderungen und besitzen die Gabe, sich sehr schnell neuen Gegebenheiten anzupassen.“

Vor allem Studierende sollten die Chance nützen und ins Ausland gehen. „Nie mehr wieder ist man so ungebunden und kann einfach für einige Monate in ein fremdes Land gehen. Außerdem lernt man den Hochschulbetrieb und das Know-How eines anderen Landes kennen, das ist sehr wertvoll. Man erhält meist sowohl von der Heimat- als auch von der Gastuniversität Unterstützung bei der Organisation, was bei späteren Auslandpraktika nicht der Fall ist“, sagt Nettel. Das bestätigt Wiegele: „Die Universitäten und Fachochschulen bieten dazu eigene Europäische Programme und Kooperationen an (Internationales Büro der Uni/FH kontaktieren), die bereits während des Studiums wahrgenommen werden können. An der Universität Klagenfurt gibt es außerdem ein Programm für Graduierte, wo über Leonardo da Vinci eine Grundfinanzierung stattfindet und Abolventen bis zu sechs Monate im Ausland ein Praktikum absolvieren können. Weiters sollten Interessierte die EURES-Berater am AMS fragen und gezielt bei österreichischen Unternehmen mit Niederlassungen in anderen Ländern anfragen.“ Und um sich so richtig in der Fremde einzuleben, empfiehlt Nettel alleine ins Ausland zu gehen und während des Aufenthalts nicht nach Hause fahren. Denn „wer einmal im Ausland gelebt hat, den treibt es früher oder später immer wieder in die Ferne. Momentan bin ich aber sehr glücklich in Österreich angekommen zu sein“, so Nettel. Erst wenn man lange von zuhause weg war, lernt man die Heimat richtig schätzen.

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Den gesamten Artikel findest Du auf www.villach-exklusiv.at, er ist in der Herbstausgabe 2009 erschienen.

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Klosterruine Arnoldstein

Wer sich schon einmal von der noch erhaltenen Pracht oder den Überresten eines mittelalterlichen Klosters inspirieren hat lassen, weiß wovon ich spreche, wenn ich von der ursprünglichen und unvergleichlichen Atmosphäre in einem der alten Gemäuer spreche. Ich konnte kürzlich diese Erfahrung machen und stattete der alten Klosterruine in Arnoldstein einen Besuch ab. Bereits 1106 wurde dieses erbaut, im 14. Jahrhundert wurde es durch ein großes Erdbeben sowie den Dobratschabsturz schwer erschüttert, wobei man lange Zeit unverständlicherweise auf die Wiedererrichtung verzichtete. Erst gegen Ende des letzten Jahrhundertes nahm sich dessen der Revitalisierungsverein Arnoldstein an und ließ das alte Kloster zu neuem Leben erblühen. Die Geschichte innerhalb der Mauern ist beeindruckend, nicht zuletzt da dort im späten Mittelalter bzw. bereits in der Renaissance geschichtlich belegte Hexenprozesse statt fanden. Heute ist die Klosterruine Arnoldstein vor allem durch ihr kulturelles Zutun geprägt und auch in aller Munde. Regelmäßig finden dort Konzerte, Lesungen und Feiern aller Art statt, diese können direkt über den Revitalisierungsverein gebucht werden. Für alle, die auf den Geschmack gekommen sind : www.burgruine.at