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Paul M. Zulehner: Wie geht’s, Herr Pfarrer?
Ergebnis einer kreuzundquer-Umfrage: Priester wollen Reformen!
176 S., gebunden mit Schutzumschlag, Euro 19,95
Styria Verlag
Erscheinungstag: 1. Juli 2010
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Der ORF hat die große österreichweite Studie beauftragt und präsentiert sie im Fernsehen: Mehr als 500 Pfarrer haben Auskunft gegeben, und die brisanten Ergebnisse werden in diesem Buch dokumentiert, analysiert und interpretiert von einem der führenden Theologen Österreichs, Paul M. Zulehner.
So ist „Wie geht’s, Herr Pfarrer?“ ein Buch, das nicht nur die katholischen Insider betrifft. Angesprochen sind vielmehr alle, die die Gesamtdiskussion über die Zukunft der Kirche in unserer Gesellschaft für wichtig erachten.
Der Blick auf die Kirche ist zum Teil verstellt durch die Missbrauchsdebatte. Doch die strukturellen Probleme gehen weiter und tiefer, führen aus Fehlern und Unterlassungen der Vergangenheit schnurstracks in die Unwägbarkeiten und Risiken der Zukunft.
Einige Kernaussagen der Pfarrer:
- Mehr als 50% denken anders als die Kirchenleitung!
- 75% sehen die Kluft zwischen Kirchenvolk und Kirchen immer weiter klaffen!
- Mehr Konsequenz in der Umsetzung des Zweiten Vatikanums!
- Mehr Öffnung zur modernen Welt!
- Der sexuelle Missbrauch ist für die Kirche ein größeres Problem als für andere Institutionen!
- Zölibat und Priesterberufung müssen neu gedacht werden!
Vielleicht ist es überraschend, in wie hohem Maße gerade die älteren Pfarrer loyal zu ihrer Kirche stehen, wie sehr sie darunter leiden, für die Fehlhandlungen einiger Weniger kollektiv verantwortlich gemacht zu werden.
Und vielleicht ist es ebenso überraschend, aus diesem fundierten Material zu erfahren, welcher Druck durch Einsamkeit, Arbeitsüberlastung und seelische Not auf gläubigen und überzeugten Priestern lastet.
„Wie geht’s, Herr Pfarrer?“ ist ein Buch des Aufrufs zur Handlung, aber auch der Betriebsanleitung für dieses Handeln. Es muss etwas geschehen in der Kirche, damit sie nicht in der Bedeutungslosigkeit versinkt und jenen überlassen wird, die Fragen von heute mit dem Denken von gestern beantworten wollen.
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